Da damals die Gründung bzw. Aktivitäten von Schützenvereinen in der britischen Besatzungszone verboten waren, nannte sich der Verein "Bruderschaft St. Michael" und später "Schützenbruderschaft St. Michael". Seinen Ursprung hat der Verein in der Landwirtschaft, deren Traditionen er sich immer besonders verpflichtet gefühlt hat. Aus diesem Grunde wurde der Name "Bauernschützenverein" gewählt. Als Gründungsjahr gilt das Jahr 1837, wobei auch das Jahr 1910 eine hervorgehobene Bedeutung hat. Das erste Schützenfest nach dem 2.Weltkrieg wurde im Jahre 1950 gefeiert. Weshalb Bernhard Autermann zwölf Jahre lang König „der Bauern“ war, was in der Vereinsgeschichte einmalig ist. Bernhard Autermann war es dann auch, der im Jahr 1950 mit seinem Pflichtschuss das erste Bauernschützenfest nach dem Krieg eröffnete. Da Schusswaffen auch noch einige Jahre nach Kriegsende verboten waren, wurde mit einer Armbrust auf das hölzerne Federvieh geschossen. Das 1. Bauernschützenfest nach dem Krieg fand bei Pannick statt. Die Gaststätte befand sich am Standort der heutigen Sparkasse. Die „Stadtfeste” mit unterschiedlichen Festwirten (Pannik, Osthues (seinerzeit Albers), Woeste (Münsterländer), Kaiser, Bultmann) und meistens in aufgebauten Zelten liefen mit unterschiedlichen Erfolg. 1968 blieb das Zelt im Schlosspark leer. Eventuell lag es daran, dass nur Bauern Mitglieder im Verein sein durften und sich die Bürger nicht für das Fest interessierten. Für den Vorstand stand fest, dass es 1969 kein Fest im Zelt mehr geben kann, weil es nicht zu finanzieren war. In dieser Situation bot „Bauer Willi Weißen“ an, seinen Hof für das Schützenfest zu nutzen. Von 1969 - 1977 fanden die Schützefeste auf dem Hof Weißen statt. Die Ambiente beim Vogelschießen unter den großen Eichen war ein besonderes Highlight mit besonderen Flair. Plötzlich gab es unerfreuliche Diskussionen über die Schützenfesttermine. Darauf entschied der Vorstand die Schützenfeste woanders zu feiern, da eine Einigung nicht zu erzielen war.. Von 1978 bis 1998 begann die 20 jährige Schützenfestzeit bei Familie Graute. Aus der Bruderschaft St. Michael, die sich nach der englischen Besatzung wieder Schützenbruderschaft nannte, wurde der Bauernschützenverein St. Michael von 1837 e.V.. Auf Grund der wenigen Besucherresonanz aus der Stadt wurde beschlossen, das Schützenfest wieder im Schlosspark Drensteinfurt zu feiern. 1999 fand das erste Schützenfest im Schlosspark Drensteinfurt statt und erfreut sich seither auf eine gute Resonanz der Bevölkerung. Auch Mitglieder aus Junggesellen und Bürger der Stadt schlossen sich den Bauernschützen an. Am Mittwoch vor dem Schützenfest gibt es seit 2003 eine Zusatzveranstaltung (Comedy-Abend). Bis heute traten Namenhafte Comedianten wie Bullemänner, 6-Zylinder, Thomas Philipzen, Kabarettduo Funke & Rüther, Stani und Kabarett DietutniX, sowie weitere Künstler im Festzelt auf. Seit der Generalversammlung 2005 heißt es „Bauern online“. Eine Webseite ist das Aushängeschild eines jeden Vereins und ermöglicht einen schnellen Überblick über das Vereinsleben. Seit 2007 änderte sich das Schützenfestverlauf, es wird nur noch ein Festabend gefeiert. Dieser Festverlauf wird bis heute eingehalten, was sich bewährt hat. Bemerkung 2010 - das 100jährige nach der Zusammenlegung der Bauerschaftsvereine (1910). Das Datum steht auch auf der Fahne! Für die zukünftigen Jubiläumsfeiern wurde beschlossen das Jahr 1837 als Bezugspunkt zu nehmen. Der Bauernschützenverein feierte 2012 sein 175-jähriges Bestehen mit dem Jubiläumskönigspaar Norbert und Marion Fögeling und einen großen Festumzug aller Schützen- und Musikvereine. Zum 175-jährigen Jubiläum erschien gleichzeitig eine Festschrift „früher-heute-morgen“. Bei der Generalversammlung 2024 gab es eine historische Entscheidung: Frauen dürfen Mitglied werden und auf den Vogel schießen. Zum ersten Mal durften in diesem Jahr auch die Damen an der Vogelstange um die Königswürde schießen. Gut 40 Schützinnen traten an und erwiesen sich dabei als ebenso treffsicher wie ihre männlichen Kontrahenten. Das erste Antreten und Schießen der Damen nahm auch der WDR zum Anlass, um in der „Aktuellen Stunde“ darüber zu berichten.
Vereins-Chronik
ein Auszug aus der Geschichte Bauernschützenverein St. Michael
Guten Tag, die Höflichkeit verlangt es, dass wir und erst einmal vorstellen. Wir sind der Bauernschüttzenverein St. Michael Drensteinfurt von 1837 e.V. Wir hoffen, Ihnen gefällt unsere Seite. Über Rückmeldungen und Anregungen freuen wir uns. Der Vorstand des Bauernschützenvereins St. Michael Drensteinfurt. Im Jahre 1837 wurde in den Bauerschaften Eickendorf und/oder Rieth ein bäuerlich geprägter Schützenverein gegründet. Die seinerzeitige Vereinsfahne existiert noch und befindet sich im Besitz des Bauernschützenvereins. Gesichert ist, dass sich die Bauerschaften Eickendorf und Rieth im Jahre 1910 zur Durchführung eines gemeinsamen Schützenfestes zusammen geschlossen haben. Am 29. Mai 1910 wurde der "Schützenverein Kirchspiel Drensteinfurt" gegründet. Unterlagen und Protokollbücher ab 1938 sind noch vorhanden. Nach und nach haben sich Bauern aus anderen Bauerschaften dem Verein angeschlossen.
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Vorsitzende von 1910 bis heute
- 2011 - aktiv * Günter Hörsken
- 2004 - 2010 * Heinz - Josef Voss
- 1992 - 2003 * Theo Moddick
- 1977 - 1991 * Bernhard Gröpper
- 1968 - 1976 * Heinrich Moddick
- 1955 - 1967 * Paul Overmann
- 1911 - 1954 * Gerhard Weißen
- 1910 - 1910 * Ferdinand Westhues
1. Vorsitzender
1952 - 1992 * Bernhard Gröpper - Ehrenvorsitzender
1960 - Ehrung 50 Jahre
1981 - Ehrengeneraloberst
2004 - Großer Verdienstorden
- 1992 - 2004 * Theo Moddick
- 1. Vorsitzender
2011 - Großer Verdienstorden
- 2004 - 2011 * Heinz-Josef Voss
- 1. Vorsitzender